Download WebSpeech    ausführliche Information zu Bundesobligationen

In Zeitschriften lese ich die Werbeanzeige zu Bundesobligationen, welche ich auch schon besessen habe. Unser Staat finanziert damit seine Defizite. Die öffentliche Hand erhöht die Schulden zur Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben. Der Neuverschuldung der Kommunen und staatlichen Institutionen kommt im allgemeinen den Bürgern zugute, wird in pro Kopf-Neuverschuldung berechnet und beträgt ca. 787,40 € jährlich je Einwohner in 2004. (65,0 Mrd. € Saldo in 2004 bei 82.551.000 Einwohner in 2004 gemäß dem Buch „Der Fischer Weltalmanach 2006“.) Die Neuverschuldung erfolgt zusätzlich zu Steuern, Abgaben und Sozialbeiträgen.

Die verschiedensten Schulden belasten die Bürger. Private Schulden belasten einzelne, Betriebe nehmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen Kredite auf. Jeder einzelne Bürger verfügt nun über seine privaten Schulden und eine öffentliche pro Kopf-Verschuldung. Arbeitnehmer, Selbständige oder Unternehmer haben zusätzlich die Abzahlung für die Betriebsschulden oder eine Rendite für Aktionäre und GmbH-Anteile zu erwirtschaften. Öffentlich Bedienstete sind nur von privaten und öffentlichen Schulden belastet. Müsste die öffentliche Verschuldung nicht im Einklang mit den Betriebsschulden dem Staat zugerechnet werden und korrekter Weise in Schuldenstand pro Bediensteten dargestellt werden? Zusätzlich zu den 4.684.000 Beschäftigten im Öffentlichen Dienst sind 2.811.000 Sozialhilfeempfänger (Hartz IV, SGB II) von der Staatskasse abhängig.

Somit beträgt die Neuverschuldung 9.206,- € jährlich oder 767,18 € monatlich pro Staatsabhängigem (69 Mrd. € / 7,495 Mio. = 4,684 Beschäftigte + 2,811 SGB II ). Dies ist im allgemeinen mehr als die Aufwendungen für Hartz IV / SGB II, welches bei 345 € Grundversorgung + ca. 110 € Krankenkassenbeitrag + 48 € Rentenbeitrag (nach neuem Koalitionsvertrag) + 150 € Wohnungskosten = 653 € liegt.

Heidelberg, 22. November 2005
Mathias Schmitz

Druckversion in HTML Drucken mit Acrobat Readermit Anlagen


zurück